CMS-Vergleich · 2026
WordPress vs Drupal
Ein ehrlicher direkter Vergleich: Welche Plattform für welchen Anwendungsfall gewinnt und wo jede ihre Schwächen hat.
| Merkmal | WordPress | Drupal |
|---|---|---|
| Typ | CMS | CMS |
| Veröffentlicht | 2003 | 2001 |
| Lizenz | GPL v2 (Open Source) | GPL v2+ (Open Source) |
| Marktanteil | 43,2 % aller Websites | ~1,6 % aller Websites, hoch im Bereich Behörden/Bildung |
| Preis | Kostenlos (selbst gehostet) oder 4–50+ $/Monat (verwaltet) | Kostenlos (selbst gehostet) |
| Hosting | Selbst gehostet oder verwaltet (WP Engine, Kinsta, Bluehost, Hostinger) | Selbst gehostet oder Pantheon/Acquia |
| Lernkurve | Einfach zu beginnen, anspruchsvoll zu meistern | Steil: entwicklerorientiert |
| Ideal für | Blogs, Content-Websites, kleine Unternehmen, E-Commerce (über WooCommerce) | Behörden, Bildung, komplexe Inhaltsmodelle, Multisite-Architekturen |
WordPress
Stärken
- Riesiges Plugin-Ökosystem (60.000+)
- Der größte Theme-Marktplatz
- SEO-freundlich ab Werk
- Riesige Community und Entwicklerbasis
Schwächen
- Die Sicherheit hängt von sorgfältigen Updates ab
- Wildwuchs an Plugins kann die Leistung beeinträchtigen
- Nicht ideal für sehr großen E-Commerce
Drupal
Stärken
- Leistungsstarke Taxonomie und Inhaltsmodellierung
- Solide Sicherheitsbilanz
- Hervorragende Multisite-Verwaltung
Schwächen
- Steile Lernkurve
- Kleineres Theme-Ökosystem
- Module können zwischen Hauptversionen brechen
Wer gewinnt für Ihren Anwendungsfall?
Website eines kleinen Unternehmens mit Blog
Sieger: WordPress — WordPress gewinnt bei der Startgeschwindigkeit und beim Finden bezahlbarer Entwickler. Drupal ist für Websites mit weniger als 50 Seiten überdimensioniert.
Behörden-, Bildungs- oder Gesundheitswebsite mit strengen Zugriffskontrollen
Sieger: Drupal — Das integrierte Rollen- und Rechtesystem von Drupal bewältigt komplexe Autorisierung nativ. WordPress benötigt Plugins (Members, User Role Editor), die zusätzlichen Wartungsaufwand verursachen.
Multisite-Netzwerk mit über 50 Properties auf einer gemeinsamen Codebasis
Sieger: Drupal — Multisite ist bei Drupal eine erstklassige Funktion mit gemeinsamem Code und isolierten Datenbanken. WordPress Multisite funktioniert, gerät aber bei großem Maßstab an seine Grenzen.
Inhalte mit benutzerdefinierten Taxonomien und umfangreichen Inhaltsmodellen
Sieger: Drupal — Das Entity-/Feld-System von Drupal wurde genau dafür entwickelt. WordPress kann das mit ACF plus benutzerdefinierten Inhaltstypen, aber der Ansatz von Drupal ist strenger.
Redaktioneller Workflow mit Freigabe durch Prüfer, Planung und Entwürfen
Sieger: Beliebig — Beide bewältigen das: WordPress mit Edit Flow oder PublishPress, Drupal mit Workbench aus dem Core. Drupal ist von Haus aus leistungsfähiger; WordPress ist einfacher einzurichten.
Entwickler finden und laufende Wartungskosten
Sieger: WordPress — WordPress hat etwa zehnmal so viele Entwickler wie Drupal. Die Einstellung geht schneller und die Stundensätze sind niedriger.
Unsere Empfehlung
Wählen Sie WordPress, wenn Sie die größte Community, die niedrigste Lernkurve und die größte Auswahl an Entwicklern und Themes wünschen. WordPress ist für 90 % aller Websites die richtige Antwort.
Wählen Sie Drupal, wenn Sie komplexe Inhaltsmodelle, granulare Rechteanforderungen, Multisite-Bedürfnisse oder Compliance-Vorgaben (Behörden, Gesundheitswesen, Bildung) haben, bei denen die Erfahrung von Drupal zählt. Drupal gewinnt bei der Leistungsfähigkeit; WordPress gewinnt bei der Zugänglichkeit.
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